

Abschnitte
Dienstleistungen
ANTONIO M. ROMERO
ÁLORA.
Donnerstag, 3. April 2025
Zum zehnten Geburtstag hat sich der Caminito del Rey ein wahrlich königliches Geschenk gemacht: die Grundsteinlegung für die längste Fußgänger-Hängebrücke Spaniens, die in 50 Meter Höhe auf einer Länge von 110 Metern über eine Schlucht führen wird. Es ist das bislang ehrgeizigste Ausbauprojekt seit Eröffnung des Königspfads und wird zweifellos ein weiterer großer Anziehungspunkt für Naturfreunde, Wanderer und Kletterer sein. Die Brücke entsteht am Ende des Pfads auf Höhe der Eisenbahnbrücke und des Tunnels von El Chorro in Álora.
Die Projektkosten in Höhe von 1.250.000 Euro werden komplett aus Einnahmen des Caminito del Rey finanziert. Für die Bauarbeiten wurde das Unternehmen Sando ausgewählt, das gemeinsam mit Espectáculos Mundo und Salzillo Servicios Integrales einen Firmenzusammenschluss gegründet hatte, der die gesamte Anlage verwaltet. Während der Bauarbeiten bleibt der Pfad geöffnet und kann weiterhin genutzt werden.
Die neue Brücke soll im November dieses Jahres in Betrieb genommen werden. Dies kündigte der Präsident der Provinzverregierung, Francisco Salado, bei der Präsentation des Projekts an, zu der unter anderem auch die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden, die Regierungsbeauftragte für die Provinz, Patricia Navarro, sowie eine Reihe von Unternehmern aus dem Kreis gekommen waren. Thema der Gespräche waren die positiven wirtschaftlichen und touristischen Auswirkungen, die der Königspfad in den letzten zehn Jahren hatte, sowie die gute Zusammenarbeit zwischen Behörden und Privatunternehmen.
Salado erklärte, mit der neuen Brücke, die bewusst umweltfreundlich gestaltet werde, verfolge man zwei Ziele. Zum einen solle mehr Sicherheit geschaffen werden, vor allem angesichts der geologischen Studien der Universitäten von Granada und Jaén, die zu einer alternativen Wegführung am Ende des Pfades geraten hatten. Bei den Studien waren die Experten auf einen Abhang gestoßen, der 'Zeichen von Schwäche' zeige.
Als zweites Ziel nannte der Präsident der Provinzregierung, Besuchern ein «einzigartiges und unvergleichbares» Erlebnis bieten zu können, das dazu beitrage, dieses Ausflugsziel im Wettbewerb mit anderen Angeboten «stärker zu machen». Salado erinnerte in diesem Zusammenhang an den «Geist des Caminito del Rey», den sein Vorgänger, Elías Bendodo, beschworen hatte und der den Königspfad zu einem Erfolg aller Behörden und der Zivilgesellschaft gemacht habe.
Die neue Hängebrücke am Caminito del Rey wird von zwei Hauptkabeln aus 4.500 Kilo Stahl getragen. Weiterhin werden 1.450 Meter geflochtenes Stahlkabel verarbeitet, das speziell für solche Bauwerke hergestellt wird. Die Brücke selbst wird aus Holz und einer Metallstruktur sein und ein Gefälle von 7,5 Prozent haben. Als Geländer dient ein Stahlseil, wie es auch an anderen Stellen des Königspfads bereits verwendet wurde.
Insgesamt wird die gesamte Struktur 38 Tonnen wiegen, wovon 17 Tonnen auf die Brücke entfallen. Es sind Zahlen, die deutlich machen, wie komplex die Installierung sein wird, bei der sowohl Hubschrauber als auch Spezialisten für Höhenarbeiten zum Einsatz kommen werden.
Die neue Brücke ist eine Alternative zum jetzigen Verlauf am Ende des Caminito. Dieser kann zwar auch weiterhin benutzt werden, die Brücke aber verspricht nicht nur spektakuläre Momente, sie verkürzt den Weg auch um fast einen Kilometer. Bislang müssen Königspfadbegeher diesen Kilometer über ein wenig kniefreundliches, abschüssiges Gelände zurücklegen.
Publicidad
Publicidad
Publicidad
Publicidad
Esta funcionalidad es exclusiva para registrados.
Reporta un error en esta noticia
Comentar es una ventaja exclusiva para registrados
¿Ya eres registrado?
Inicia sesiónNecesitas ser suscriptor para poder votar.