Costa del Sol von Steuer für Nicht-EU-Käufer von Immobilien betroffen
Besorgnis in der Branche des Residenzialtourismus, die darauf hinweist, dass allein die Ankündigung der Abgabe schon für Unsicherheit sorgt
PILAR MARTÍNEZ
MÁLAGA.
Donnerstag, 23. Januar 2025
Eine neue kalte Dusche für den Tourismus an der Costa del Sol, insbesondere für den Wohnungssektor. Die vom spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez angekündigte Maßnahme, den Erwerb von Immobilien durch nicht ansässige Nicht-EU-Ausländer einzuschränken, indem die Steuerlast im Falle eines Kaufs auf 100 Prozent des Immobilienwerts erhöht wird, wird sich besonders auf die Provinz Málaga auswirken, da sie hinsichtlich des Volumens der von Ausländern getätigten Immobilientransaktionen an zweiter Stelle in Spanien steht, wovon ein erheblicher Teil den vom Regierungschef genannten Transaktionen entspricht.
Obwohl es keine nach Nationalität und Provinz aufgeschlüsselten Daten gibt, zeigt der jüngste Bericht des spanischen Verbandes der Immobilien- und Handelsregister über die Aktivitäten im dritten Quartal des vergangenen Jahres, dass die Provinz Málaga nach Alicante mit einem Anteil von 34 Prozent an allen Transaktionen die Provinz ist, in der die Ausländer am meisten in Immobilien investieren. Darüber hinaus ist sie unter den großen Reisezielen mit dem höchsten Volumen an Immobilienkäufen diejenige, in der diese Transaktionen weiterhin am stärksten zunehmen, mit einem Anstieg von 3,9 Prozent gegenüber einem Rückgang von 0,4 Prozent in Alicante. In Spanien insgesamt ist die Entwicklung der internationalen Wohnungsnachfrage sowohl prozentual als auch in absoluten Zahlen gestiegen und macht in Spanien 14,85 Prozent und in Andalusien einen ähnlichen Anteil aus.
Der Präsident der Bauunternehmer in Andalusien, Ricardo Arranz, warnt davor, dass die Maßnahme der Regierung zu einem der besten Zeitpunkte für den Wohnungssektor kommt. «Diese Aktivität ist im Aufschwung. Alle wollen ein Haus an der Costa del Sol kaufen, und diese Art von Investoren suchen im goldenen Dreieck dieses Reiseziels: Marbella, Benahavís und Estepona», sagt er. Außerdem erklärt er, dass «alles, was auf den Markt kommt, direkt vom Plan weg verkauft wird».