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Die Zahl hinter den Staus zwischen Rincón und Málaga: pro Tag 20.000 Autos mehr

Seit 2004 ist die Zahl der Fahrzeuge, die täglich nach Málaga hineinfahren, kontinuierlich auf heute 254.000 gestiegen

CHUS HEREDIA

MÁLAGA

Donnerstag, 23. Januar 2025

. Der Jahresbericht der Verkehrsgeneraldirektion DGT liefert die konkreten Zahlen für das, was Tausende von Autofahrern Tag für Tag über sich ergehen lassen müssen: Über die Autobahnzufahrten nach Málaga rollen täglich 252.279 Fahrzeuge, die ins Innere der Provinzhauptstadt möchten und den Verkehr zum Stop-and-Go machen. Allein im zurückliegenden Jahr bedeutet das ein Plus von 5,23 Prozent oder, anders gesagt, von 12.533 Autos pro Tag mehr verglichen mit 2023. Am schwierigsten ist die Lage auf der Strecke zwischen Rincón de la Victoria und Málaga.

Im Jahr 2004 belief sich die Zahl der Fahrzeuge, die über die Ostumgehung aus Richtung Rincón de la Victoria nach Málaga fuhren, noch auf 57.182. Heute sind es 76.878, also knapp 20.000 Fahrzeuge mehr als vor 20 Jahren. Ein Zuwachs von 34 Prozent. Allein im vergangenen Jahr kamen pro Tag 2.558 Autos mehr aus Osten kommend in die Provinzhauptstadt.

Eine Lösung für die Staus auf dieser Strecke dürfte langwierig werden. Das spanische Verkehrsministerium hatte erst im Mai vergangenen Jahres das Beratungsunternehmen Ayesa mit der Suche nach alternativen Lösungen beauftragt. Auf dem Tisch liegen der Ausbau der Strecke, eine Bus-VAO-Spur (wobei VAO für Fahrzeuge mit mehreren Insassen generell steht), eine BRT-Spur ('Bus Rapid Transit', also Busschnellverkehr) oder gar der Bau einer neuen Schnellstraße.

Auch aus Westen kommend nimmt der Verkehr konstant zu. Wurden 2004 noch täglich 115.410 Fahrzeuge auf den Zufahrten nach Málaga registriert, waren es im vergangenen Jahr bereits 125.007. Das stärkste Wachstum wurde dabei mit 5.930 Fahrzeugen mehr in den vergangenen zwölf Monaten verzeichnet. Hier hat das Verkehrsministerium unter Minister Óscar Puente jedoch bereits eine Lösung parat: Die Schnellstraße wird dreispurig ausgebaut, wobei die derzeitige Brücke abgerissen und die Strecke weiter nördlich verlegt wird. Die Investitionen belaufen sich auf 190 Millionen Euro, derzeit wird das Projekt auf seine Umweltverträglichkeit hin geprüft. Die ursprüngliche Idee, auch hier zwischen Torremolinos und Málaga eine Bus-VAO-Spur einzurichten, wurde verworfen.

Umbauarbeiten an der Autovía A-7 werden ab Kilometer 228,5 auf einer Länge von acht Kilometern notwendig sein. Ab der Ausfahrt Los Álamos wird die Schnellstraße in MA-20 umbenannt. Der Abschnitt beginnt in Torremolinos auf Höhe der Urbanisation und der Bahnhaltestelle von La Colina, wo sich die Straße derzeit von drei auf zwei Fahrspuren verengt, und erstreckt sich bis etwa Kilometer 7,5 der Autovía MA-20. Dort beginnen die Abzweigungen, an denen sich die Westumfahrung mit der Autovía A-357 kreuzt und wo die Avenida de Andalucía beginnt.

Auch auf den Stadtzufahrten aus dem Hinterland hat der Verkehr deutlich zugenommen und zeigt, wie viele Menschen in umliegende Orte umgezogen sind und weiterhin in Málaga arbeiten. Aus dem Norden kommend wurden im vergangenen Jahr täglich 4.045 Fahrzeuge mehr registriert, die Gesamtzahl beläuft sich pro Tag auf 50.394. Dabei ist die A-357 nicht berücksichtigt, da sie in den Kompetenzbereich der Regionalregierung fällt. Hier bündelt sich der Verkehr zwischen Cártama, Technologiepark PTA, Universität und Kommissariat.

Bus-VAO für die A-357

Mit dem Bau einer Bus-VAO-Spur für die A-357 wurde vergangene Woche begonnen. Das andalusische Bauministerium hatte das Unternehmen Sando mit dem Projekt beauftragt, für das über 8,5 Millionen Euro bereitstehen und das vor Sommerbeginn fertiggestellt sein soll. Laut Zahlen des Ministeriums sind täglich über 74.000 Fahrzeuge auf der A-357 unterwegs.

Anhaltende Debatte

Die Debatte um Lösungen für das hohe Verkehrsaufkommen und die Staus auf den Zufahrten zur Provinzhauptstadt ist von technischen Fragen und politischem Kalkül bestimmt. Generell streben alle präsentierten Lösungen einen Ausbau des öffentlichen Transports an. Doch bevor beispielsweise hier neue, auf die Nachfrage zugeschnittene Angebote umgesetzt werden, dürften noch rund fünf Jahre ins Land ziehen. Auch andere Projekte haben einen eher fernen Horizont, wie etwa der Küstenzug, ein aufgestocktes Angebot beim Bahnnahreiseverkehr (inklusive Doppelstockwagen) oder die mögliche Verlängerung der U-Bahn von Málaga. Für letztgenannte Option soll im Sommer eine Studie durchgeführt werden.

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