Familienunternehmen, die mit neuen Generationen wachsen
Gebäckhersteller La Antequerana blickt auf 135 Jahre Firmen-Geschichte zurück, beim Pflanzenhandel Viveros Guzmán führt die dritte Generation die Geschäfte
L. CÁDIZ
Donnerstag, 12. Dezember 2024
Oftmals sind es Familienunternehmen, die in Branchen wie der Herstellung von Weihnachtsgebäck, iberischen Wurstwaren, Pflanzenhandel oder Kunsthandwerk erfolgreich sind. Einige bleiben kleinere, überschaubare Unternehmen, andere werden richtig groß und in vielen Fällen werden die Geschäfte an kommende Generationen weitergegeben.
Gebäck aus Antequera
Ein gutes Beispiel ist Gebäckproduzent La Antequerana, ein Unternehmen mit Gründungsjahr 1888. Damals entschied sich Manuel Avilés Giráldez das Geschäft ins Leben zu rufen, in den 135 Jahren Firmengeschichte wurde es immer von Folgegenerationen geführt. Ein Unternehmenssprecher erklärt: «Es war seine große handwerkliche Begabung, die Avilés Giraldez zur Schaffung dieser Marke brachte und seither war das Anliegen stets, die Sorgfalt bei der Herstellung zu pflegen und über die Quantität zu stellen.»
Erweiterung
2012 wurde die Marke von der Grupo San Roque Antequera übernommen, ein Zusammenschluss von familiengeführten Unternehmen, die sich der Herstellung des berühmten Antequera-Brötchens 'Mollete antequerano' und den Piquito-Brotsticks widmen.
La Antequerana hat durch diesen Zusammenschluss etwa 100 Arbeitsplätze in der Region geschaffen.
Pflanzenhandel
Der Pflanzenhandel Viveros Guzmán wurde in den 1950er Jahren vom Großvater des heutigen Firmeninhabers, Andrés Guzmán, gegründet. Anfangs wurden nur Obstbäume verkauft, was nicht genug abwarf und Guzmán Senior zwang, zusätzlich Turrón-Süßigkeiten auf Märkten zu verkaufen. In zweiter Generation siedelte das Unternehmen nach Alhaurín de la Torre um und erweiterte das Angebot.
«Mein Vater begann, Avocadobäume an die Landwirte der Umgebung zu verkaufen und reagierte auch auf die wachsende Nachfrage nach Zierpflanzen, woraus der erste größere Blumenhandel hier entstand», erzählt Andrés Guzmán, der das Geschäft heute gemeinsam mit seinen beiden Brüdern führt. Neben dem Pflanzenhandel in Alhaurín sind inzwischen zwei weitere Niederlassungen in Marbella und auf Teneriffa hinzugekommen. Arbeit gibt es für insgesamt 300 Mitarbeiter.
Dehesa Monteros wiederum vertreibt seit 2004 iberische Wurstwaren, wurde seinerzeit von Consuelo Gámez gegründet. Heute betreiben ihre drei Kinder das Unternehmen.
Ob jemand in die Fußstapfen von Humildad Ríos tritt, ist derzeit noch gar kein Thema. Die junge Frau aus Mijas hat sich vor sieben Jahren mit ihrem Kunsthandwerksbetrieb auf den Markt gewagt und arbeitet seither als Solo-Selbständige, hat ihr einstiges Hobby zum Beruf gemacht. Sie sagt: «Nach der Geburt meines dritten Kindes habe ich nach Wegen gesucht, Familie und Job unter einen Hut zu bekommen.» Sie entschied sich, ihre eigene Chefin zu werden und hätte rückblickend keinen besseren Weg einschlagen können.