Neue Umweltzone veranlasst Halter, mehr als 2.000 alte Fahrzeuge in Málaga anzumelden
Málagas 'ZBE' ist in Kraft, Bußgelder werden erst in einem Jahr verhängt – in der Stadt zugelassene Fahrzeuge sind vier Jahre von den Auflagen befreit
IGNACIO LILLO
MÁLAGA.
Donnerstag, 19. Dezember 2024
Die Umweltzone der Stadt Málaga (nach dem spanischen Kürzel 'ZBE') ist Anfang Dezember in Kraft getreten, bisher ohne große Auswirkungen, abgesehen von den neuen Schildern, die die Grenzen des Gebiets anzeigen. Im ersten Jahr wird für das Befahren des Sperrgebiets kein Bußgeld erhoben.
Ab dem 30. November 2025 dürfen Autos ohne Umweltplakette (die ältesten), die außerhalb der Stadt zugelassen sind, nicht mehr in den Sperrbezirk im Stadtzentrum fahren. Ab Ende 2026 werden die Bußgelder auch auf Fahrzeuge mit B-Plakette ausgedehnt.
Angesichts der künftigen Beschränkungen planen viele Fahrer älterer Fahrzeuge, die außerhalb der Stadt, etwa in benachbarten Pendlerstädten wie Alhaurín de la Torre oder Rincón de la Victoria wohnen und im Stadtzentrum arbeiten, die Adressen von Verwandten oder Firmensitzen zu nutzen, um ihr Fahrzeug in der Stadt anzumelden. Aus der Entwicklung der Ummeldungen älterer Fahrzeuge besonders in den letzten Wochen geht hervor, dass bis Ende des Jahres etwa 2.000 zusätzliche Fahrzeuge in das Fahrzeugregister der Stadt aufgenommen sein werden.
Stichtag
Die Frist für die Zulassung alter Autos in der Stadt, die von den Beschränkungen der ZBE in den kommenden vier Jahren ausgenommen werden, ist der 31. Dezember. Für alte Fahrzeuge, die nach dem 1. Januar 2025 innerhalb der Stadt den Besitzer wechseln, gilt diese Bestimmung nicht mehr.
Die Umweltzone (ZBE) von Málaga umfasst rund 400 Hektar des Stadtzentrums. Das mittelfristige Ziel der Stadtverwaltung ist es, den Verkehr um 26.000 Fahrzeuge pro Tag zu reduzieren. Im ersten Jahr der Verhängung von Bußgeldern, ab dem 30. November 2025, werden die Einnahmen für die Gemeindekasse auf 11,4 Millionen Euro geschätzt. Die neue ZBE wird von 53 Kontrollstellen und 97 Kameras überwacht, so dass die Fahrzeuge nicht mehr mit der physischen Plakette an der Windschutzscheibe ausgestattet sein müssen. Das System zum Ablesen der Nummernschilder wird ausreichen, um nicht zugelassene Fahrzeuge zu erkennen.
Andere Städte
Dies ist keine Initiative der Stadtverwaltung von Málaga, sondern die Anwendung einer EU-Richtlinie, die auf nationaler Ebene in Spanien in Städten und Gemeinden mit mehr als 50.000 Einwohnern umgesetzt werden muss. In der Provinz Málaga war Estepona die erste Gemeinde, die die ZBE einführte.
Marbella, Fuengirola, Mijas, Vélez-Málaga, Rincón, Benalmádena und Torremolinos befinden sich ebenfalls in verschiedenen Stadien der Einführung der Maßnahme.
In ganz Spanien haben bereits mehr als 30 Großstädte ZBE-Beschränkungen eingeführt, viele davon in den Regionen Madrid und Katalonien.