Spanien und die Provinz Málaga sind wieder im Lottofieber
In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der an den Verkaufsstellen in der Provinz gekauften Lose für die Weihnachtslotterie am 22. Dezember um 61 Prozent gestiegen
DPA/SDA
MADRID/MÁLAGA.
Donnerstag, 19. Dezember 2024
Alljährlich fiebern die Spanier der großen Weihnachtslotterie 'El Gordo' (deutsch: der Dicke) entgegen: Am 22. Dezember ist es wieder so weit, dann verfolgen viele Menschen die live aus Madrids prächtigem Opernhaus Teatro Real übertragene Ziehung der Glückszahlen gebannt im Fernsehen und hoffen auf ein Stückchen von dem diesmal 2,7 Milliarden Euro schweren Lottokuchen. Die meisten Lose werden in Spanien verkauft, aber online beteiligen sich auch immer mehr Ausländer.
Die 1812 in Cádiz ins Leben gerufene Lotterie gilt als die älteste der Welt und aufgrund der ausgespielten Gesamtsumme auch als die größte. Allerdings sind die Einzelgewinne nicht so hoch wie in manchen anderen Lotterien, da viele Menschen nur ein Zehntellos – den 'Décimo' (maximaler Gewinn 400.000 Euro) – erwerben; dafür gibt es aber jede Menge Gewinner. Wer leer ausgegangen ist, hat am 6. Januar eine neue Chance bei einer anderen Traditionslotterie: 'El Niño', die Jesuskind-Lotterie am Dreikönigstag.
In Erwartung des endgültigen Abschlusses der Daten, da die Lose noch bis zum Tag vor der Ziehung am kommenden Sonntag verkauft werden können, deuten die Prognosen der staatlichen Lotteriegesellschaft darauf hin, dass der Umsatz im vierten Jahr in Folge steigen und in der Provinz Málaga ein neuer Rekord aufgestellt werden wird. «Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Umsätze 100 Millionen Euro übersteigen werden», so die befragten Quellen.
Nach der Analyse der Zahlen der letzten zehn Jahre ist der Umsatz der Lotterie für die spezielle Weihnachtsziehung in Málaga um 61,3 Prozent gestiegen. So stieg er von 61,52 Millionen Euro, die 2014 in der Provinz umgesetzt wurden, auf 99,25 im vergangenen Jahr, also um 37,73 Millionen. In diesen zehn Jahren war das Wachstum kontinuierlich, bis es sich im Jahr 2020 aufgrund der Pandemie verlangsamte, als der Umsatz auf 70,9 Millionen sank und sich im darauffolgenden Jahr wieder erholte. Als Gründe für diesen Anstieg werden unter anderem die Zunahme der Bevölkerung und der Kaufkraft sowie die steigende Zahl von Touristen, die ihre Lotteriescheine bereits im Urlaub kaufen können, da sie ab Juli erhältlich sind, genannt.
Dieses Jahr waren die Zahlen mit der Endung 24 sehr gefragt, ebenso wie die Zahlen, die die Daten des Brandes in Valencia (22224) und der DANA, die die ostspanische Provinz auf tragische Weise heimsuchte (29104), enthalten.