Im vierten Jahr steigt die Zahl der ausländischen Beschäftigten in Málaga um mehr als zehn Prozent
Ausländer stellen in der Provinz bereits 15 Prozent der Sozialversicherten, was über dem spanischen Mittel liegt
CRISTINA VALLEJO
MÁLAGA.
Donnerstag, 13. Februar 2025
Die Dynamik am Arbeitsmarkt in der Provinz Málaga spiegelt sich auch in der Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer wider – und zwar noch deutlicher als beim Blick auf die gesamte Entwicklung: 2024 war in der Provinz das vierte Jahr in Folge mit einem Plus von über zehn Prozent bei den Sozialversicherten aus dem Ausland. Ende vergangenen Jahres waren 102.469 Ausländer bei der Sozialversicherung in Málaga gemeldet, 10,7 Prozent mehr als noch im Dezember 2023, als es 92.579 ausländische Arbeitnehmer in der Provinz gab. Die Entwicklung ist nicht neu. Schon 2023 hatte es ein Plus von elf Prozent bei der Zahl ausländischer Berufstätiger verglichen mit 2022 gegeben, in den zwei Jahren zuvor lag der Anstieg sogar bei jeweils über 14 Prozent.
Insgesamt ist die Zahl der ausländischen Beitragszahler in den zurückliegenden vier Jahren in Málaga um über 60 Prozent von 63.520 Ende 2020 auf rund 102.500 Ende 2024 gestiegen. Im zurückliegenden Jahrzehnt hat sich die Zahl ausländischer Erwerbstätiger in der Provinz sogar verdoppelt, hatte Ende 2014 noch bei 44.785 gelegen.
Landesweit war der Zuzug ausländischer Arbeitnehmer etwas geringer als in Málaga. In den zurückliegenden zwei Jahren etwa stieg die Zahl der ausländischen Beitragszahler in die Sozialkassen spanienweit unter knapp zehn Prozent, in den Jahren 2021 und 2022 wurde ein Zuwachs von knapp über zehn Prozent verzeichnet. Insgesamt ist die Zahl ausländischer Beschäftigter in ganz Spanien seit 2021 um 48 Prozent von 1,68 Millionen Ende 2020 auf 2,48 Millionen Ende 2024 gestiegen. Im zurückliegenden Jahrzehnt lag der Anstieg bei 117 Prozent – Ende 2014 zahlten rund 1,14 Millionen Ausländer in die Sozialkassen ein. Auch in diesem Zeitraum war der Zuwachs in Málaga mit einem Plus von 130 Prozent größer als auf Landesebene.
Entwicklung in Málaga
In der Provinz Málaga jedenfalls wurde Ende 2024 erstmals die 100.000-Marke ausländischer Beschäftigter gerissen. Damit rückte die Provinz auf Platz fünf der spanischen Provinzen mit den meisten ausländischen Arbeitnehmern vor, liegt nun nur noch hinter Madrid (550.704), Barcelona (474.719), Valencia (145.416) und Alicante (113.952) sowie vor den Balearen (93.612).
Innerhalb Andalusiens folgen auf die Provinz Málaga – wenn auch mit gehörigem Abstand – Almería (41.588 ausländische Beitragszahler) und Sevilla (36.424). Jaén hingegen gehört mit nicht einmal 6.000 ausländischen Sozialversicherten zu den Provinzen Spaniens mit der geringsten Zahl ausländischer Arbeitnehmer.
Trotz des großen Zuwachses bei ausländischen Arbeitskräften ist Málaga nicht die Provinz Spaniens, die in den zurückliegenden zehn Jahren am meisten zugelegt hat. Valencia etwa verzeichnete ein Plus von 180 Prozent von vormals 52.000 auf über 145.000 ausländische Arbeitnehmer Ende 2024.
Innerhalb Andalusiens hat Sevilla große Schritte nach vorn gemacht: Die Zahl der ausländischen Erwerbstätigen ist hier im vergangenen Jahrzehnt um 135 Prozent gestiegen. Am anderen Ende des Ranking befinden sich Huelva und Córdoba mit einem Plus von je 30 Prozent auf 9.516 bzw. 8.212 ausländischer Erwerbstätiger Ende 2024.
Zurück nach Málaga. Die Zunahme bei der Beschäftigung von Ausländern in der Provinz hat den Anteil von nicht in Spanien geborenen Arbeitnehmern in der gesamten Erwerbsbevölkerung von 9,7 auf 15 Prozent ansteigen lassen. Den größten Schub gab es im Jahr 2021, also gleich nach der Pandemie, mit einem Plus von 7,7 Prozent. Im Pandemiejahr 2020 war der Ausländeranteil allerdings auch um vier Prozent gesunken. Um den gleichen Prozentsatz ging es 2024 nach oben.
In ganz Spanien machten Ausländer 2014 nur 7,35 Prozent der Erwerbsbevölkerung aus, zehn Jahre später sind es 12,25 Prozent.
Blick auf die Branchen
Mit 24.700 Personen ist die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte in der Hotel- und Gastronomiebranche in Málaga am größten. Es folgen der Handel mit 16.000 ausländischen Arbeitnehmern und das Baugewerbe mit 12.000. Im Verwaltungsbereich und in Hilfsdiensten waren Ende 2014 rund 9.650 Ausländer beschäftigt. Informatik, Kommunikation und neue Technlogien vereinten über 6.300 ausländische Beschäftigte auf sich. Auch in der Logistik sowie Gesundheits- und Sozialbereich ist die Ausländerpräsenz mit 4.000 Beitragszahlern groß und vergleichbar mit der Zahl der Ausländer, die in Málaga in der Immobilienbranche tätig sind.