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Prall gefüllte Obst- und Gemüsetheken sind in Europa oft Andalusien zu verdanken.
Exportwirtschaft

Andalusien ist spanienweit führend bei der Ausfuhr von Obst und Gemüse

Almeria und Huelva stehen bei den Auslandsverkäufen an der Spitze, während Málaga ein deutliches Wachstum von über 16 Prozent verzeichnet

José Luis Piedra

Sevilla

Freitag, 29. August 2025

Andalusien führt die Obst- und Gemüseexporte auf nationaler Ebene mit 5,052 Milliarden Euro an. So lautet die Bilanz von Januar und Juni dieses Jahres. Es ist das beste Ergebnis in einer ersten Jahreshälfte, seit vergleichbare Daten verfügbar sind (1995). Mit einem Wachstum von 11,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete die Region zudem den höchsten Anstieg der fünf exportstärksten Regionen des Landes und lag über zwei Prozentpunkte über dem durchschnittlichen Wachstum in Spanien von 9,5 Prozent.

Nach Angaben des andalusischen Ministeriums für Wirtschaft, Finanzen und europäische Fonds führte die regionale Obst- und Gemüsebranche in der ersten Hälfte des Jahres 2025 die nationale Rangliste mit 41 Prozent aller Obst- und Gemüseverkäufe aus Spanien in die Welt an, die sich auf 12 Milliarden Euro beliefen. Andalusien exportierte 16,7 Prozent mehr als die Region Valencia (24,4%) und 23,8 Prozent mehr als die Murcia (17,3%), die beiden zweit- und drittstärksten Exportregionen.

Diese Exporte stellen einen Rekord für den weltweiten Verkauf von andalusischem Obst und Gemüse in der ersten Jahreshälfte dar, was nach Ansicht der andalusischen Regierung den großen Beitrag dieses Sektors zum andalusischen Außenhandel und zur Wirtschaft im Allgemeinen zeigt. Die Obst- und Gemüsebranche bestritt in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 23,7 Prozent aller andalusischen Exporte und 55 Prozent der Agrar- und Lebensmittelausfuhren. Außerdem trägt die Branche mit einem «positiven Saldo» von vier Milliarden Euro zur Außenhandelsbilanz bei.

Fünf der acht Provinzen Andalusiens verzeichneten im ersten Halbjahr 2025 ein Umsatzwachstum, vier davon mit Rekordzahlen, was die territorialen Kohäsion des Sektors widerspiegelt. Darüber hinaus ist zwischen Januar und Juni in acht der zehn wichtigsten Sparten des andalusischen Obst- und Gemüseexportkorbs ein Wachstum im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen, sechs davon mit Rekordwerten.

An der Spitze der Liste stehen Paprika mit 745 Millionen Euro - 14,7 Prozent der Gesamtsumme - und einem bemerkenswerten Anstieg von 20,8 Prozent gegenüber dem Zeitraum von Januar bis Juni 2024, was zu «historischen Zahlen» geführt hat. Es folgen Erdbeeren mit 657 Millionen Euro, was 13 Prozent des Gesamtexport ausmacht und einem Zuwachs von 8,9 Prozent entspricht. Auch hier wurden nie zuvor erreichten Zahlen geschrieben. Bei Preiselbeeren, Heidelbeeren und anderen Früchte der Gattung Vaccinium wurde für 500 Millionen Euro im Ausland fakturiert, was 9,9 Prozent des Gesamtexportvoluemens und einem Zuwachs von 24,9 Prozent gleichkommt. Es ist der bemerkenswerteste Anstieg unter den ersten zehn Produkten.

An vierter Stelle stehen Tomaten mit 495 Millionen Euro, also 9,8 Prozent der Gesamtsumme und ein Plus von 4,4 Prozent, gefolgt von Gurken und Cornichons mit 465 Millionen Euro, was 9,2 Prozent des Exports und einem Zuwachs von 22,1 Prozent entspricht, dem zweithöchsten Plus der «Top Ten» und echten Rekordzahlen. An sechster Stelle stehen Himbeeren, Brombeeren und Maulbeeren mit 305 Millionen Euro, also 6 Prozent des Gesamtvolumens bei einem leichten Rückgang von 1,4 Prozent, gefolgt von Avocados mit 243 Millionen Euro, was 4,8 Prozent des Exports ausmacht und einem Wachstum von 16,3 Prozent entspricht. Auch hier wurden die besten Zahlen der Geschichte erzielt.

Die Top Ten werden vervollständigt durch Kürbisse und Zucchini mit 238 Millionen Euro (4,7 Prozent Gesamtanteil, ein Rückgang von 0,6 Prozent); Wassermelonen mit 198 Millionen Euro (3,9 Prozent Gesamtanteil, ein Plus von 21,2 Prozent und somit ein neuer Rekord) sowie Orangen mit 112 Millionen Euro (2,2 Prozent Gesamtanteil, ein Plus von 11,3 Prozent).

Nach Angaben der andalusischen Landesregierung wird die führende Rolle der Landwirtschaft als Exporteur von allen Provinzen getragen, wobei fünf der acht Provinzen ihre Verkäufe in der ersten Jahreshälfte steigern konnten und vier von ihnen, nämlich Almería, Córdoba, Huelva und Málaga, historische Rekorde erreichten.

Almería führend

Almería führt den Umsatz mit einem «Allzeitrekord» von 2,518 Milliarden Euro an, was 50 Prozent des andalusischen Gesamtumsatzes und einen Zuwachs von 15,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet, der dritthöchste Wert unter allen Provinzen. Huelva folgt mit 1,411 Milliarden Euro - 27,9 Prozent des Gesamtumsatzes und ein Zuwachs von 12,7 Prozent, womit in der ersten Jahreshälfte ein noch nie dagewesener Wert erreicht wird.

Málaga zeigt einen bemerkenswerten Anstieg von 16,1 Prozent, der zweitbeste, mit 311 Millionen Euro, was 6,2 Prozent der Gesamtsumme ausmacht und um Rekordzahlen entspricht. Es folgt Sevilla mit 294 Millionen Euro, womit die Provinz 5,8 Prozent zum Export beisteuert, allerdings einen Rückgang von 11 Prozent verkraften musste. Granada steigerte den Export um 3,6 Prozent auf 271 Millionen Euro (5,4 Prozent der Gesamtsumme).

Cádiz ist die sechstgrößte Exportprovinz mit 132 Millionen Euro (2,6 Prozent vom Gesamtumsatz, ein Rückgang von 5,2 Prozent ); gefolgt von Córdoba mit 108 Millionen Euro (2,1 Prozent vom Gesamtumsatz, ein Plus von 26,8 Prozent und damit die höchste Steigerung aller Provinzen), Jaén mit 6,4 Millionen Euro (0,1 Prozent vom Gesamtumsatz, ein Rückgang von 11 Prozent).

Obst und Gemüse aus Andalusien wird in 87 Länder geliefert, aber 99 Prozent des internationalen Absatzes entfallen auf Europa. Deutschland bleibt mit 1,598 Milliarden Euro (31,6 Prozent des Gesamtumsatzes, ein Anstieg von 11,1 Prozent im Vergleich zu 2025) das führende Zielland. Es folgen Frankreich mit 712 Millionen Euro (14,1 Prozent des Gesamtumsatzes, ein Anstieg von 11,4 Prozent) und die Niederlande mit 587 Millionen Euro (11,6 Prozent des Gesamtumsatzes, ein Anstieg von 13,5 Prozent).

Großbritannien liegt mit 539 Millionen Euro (10,7 Prozent des Gesamtumsatzes, ein ein Rückgang von 0,8 Prozent) an vierter Stelle, gefolgt von Portugal mit 227 Millionen Euro (4,5 Prozent des Gesamtumsatzes, ein Anstieg von bemerkenswerten 26,1 Prozent) und Italien mit 220 Millionen Euro (4,4 Prozent des Gesamtumsatzes, ein Anstieg von 6,1 Prozent).

An siebter Stelle steht Polen mit 206 Millionen Euro (4,1 Prozent des Gesamtumsatzes, ein Anstieg von 14,8 Prozent). Die Liste wird vervollständigt durch die Schweiz mit 157 Millionen Euro (3,1 Prozent des Gesamtumsatzes, ein Anstieg von bemerkenswerten 34 Prozent), Belgien mit 124 Millionen Euro (2,5 Prozent des Gesamtumsatzes, ein Anstieg von 3,2 Prozent) und Österreich mit 122 Millionen Euro (2,4 Prozent des Gesamtumsatzes, ein Anstieg von 26,9 Prozent)

Unter den Top 30 befinden sich Märkte wie Griechenland (Platz 27) mit einem Anstieg um mehr als das Doppelte (+132 Prozent), Bulgarien (Platz 28) mit einem Anstieg um 76 Prozent, Litauen (Platz 20) mit einem Anstieg um 43 Prozent, Slowenien (Platz 29) mit einem Anstieg um 43 Prozent und Kroatien (Platz 21) mit einem Anstieg um 41 Prozent.

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