Die in Motril ermordete Frau hatte laut VioGén-System ein niedriges Risikoniveau
Ihr Partner wurde verhaftet und kam wegen Totschlags ins Gefängnis; eine Autopsie ergab, dass die Frau zahlreiche Schläge erhielt
Laura Velasco
Granada
Freitag, 29. August 2025
Die 54-jährige Frau aus Motril, die am vergangenen Sonntag nach dem Ergebnis der Autopsie erschlagen wurde, befand sich im Integralen Überwachungssystem für Fälle von geschlechtsspezifischer Gewalt (VioGén) und ihr Risiko war gering, wie aus der Regierungsvertretung in Granada verlautbarte. Ihr Partner wurde verhaftet und wegen Mordes ins Gefängnis gesteckt. Zuvor war er wegen eines Verstoßes gegen ein richterliches Annäherungsverbot verhaftet worden, gegen die das verstoßen hatte. Der Fall wird von der Nationalpolizei als geschlechtsspezifische Gewalt behandelt.
Die Untersuchung wurde für geheim erklärt, so dass einige Details noch nicht bekannt sind. Die Zeitung IDEAL konnte aus mit dem Fall vertrauten Quellen erfahren, dass die Frau nicht an Ort und Stelle gestorben ist, sondern erst Stunden später im Hospital de Neurotraumatología de Granada, wohin sie verlegt wurde. Die Ergebnisse der Autopsie ergaben, dass sie mehrere Schläge erhalten hatte, die ihren Tod verursachten. Sie hatte Verletzungen am Kopf und an mehreren anderen Körperteilen erlitten. Es ist nicht bekannt, ob und welcher Gegenstand die Verletzungen verursacht hat.
Der Vorfall ereignete sich am Sonntagmorgen in einem Haus der Gemeinde, das sich im Erdgeschoss der Calle Zinnia in Playa de Poniente befindet. Die erste Warnung erreichte die Notrufzentrale 112 um 10.35 Uhr. Der Verhaftete ging auf die Straße und bat eine dritte Person, medizinische Hilfe für seine Partnerin zu holen. Seiner Version zufolge «blutete» sie und er konnte das Telefon nicht finden, so dass er die 112 nicht anrufen konnte. Es war diese dritte Person, die die Rettungsdienste alarmierte. Nach Angaben dieser Zeitung wurde der angebliche Überfall jedoch bereits einige Stunden zuvor begangen.
Die Notrufzentrale 061 wurde mobilisiert und fand die Frau mit Verletzungen vor, die auf Schläge zurückzuführen waren. Ihr Gesundheitszustand war ernst. Aus diesem Grund wurde sie vom Gesundheitsdienst in das Hospital de Neurotraumatología y Rehabilitación de Granada gebracht. Stunden später verstarb sie. Gene den Inhaftierten bestand ein richterliches Annäherungsverbot, das er einige Tage zuvor gebrochen hatte. Die beiden waren mindestens seit letztem Samstag zusammen in seiner Wohnung. Daraufhin verhaftete die Nationalpolizei den Mann zunächst im Krankenhaus selbst wegen Verstoßes gegen die richterliche Anordnung. Nachdem der Tod seiner Partnerin bestätigt worden war, wurde er auch wegen Totschlags angeklagt.
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